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LUST

  • 1. Juli
  • 29 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juli

Eine Umfrage

Johanna Eckhardt


Ich habe eine Umfrage erstellt, die aus den folgenden 5 Fragen bestand:


1. Welche drei Worte fallen dir zu deiner sexuellen Lust ein?

2. Wenn deine sexuelle Lust ein Gegenstand wäre, welcher wäre das? Wenn du möchtest, kannst du den Gegenstand und seine Eigenschaften beschreiben.

3. Wie lebst du deine Sexualität?

4. Wie fühlt sich sexuelle Lust für dich an? Wie merkst du, dass du Lust empfindest?

5. Wie hat sich deine sexuelle Lust im Laufe deines Lebens verändert? Welche Zukunftspläne hat deine Lust?


Die Umfrage konnte über einen QR-Code aufgerufen und beantwortet werden, alle Antworten können hier nachgelesen werden:


  

Antworten  

  

1 Becken, jaa!, viel

2 Vielleicht eine Aloe Vera. Stark, kräftig, gehaltvoll, weich, glatt, lebendig, sprießend. Knackig wenn man reinbeißt, man fühlt bei der Aloe Vera von außen, dass sie Saft und Schleim in sich trägt. Auch die Stacheln passen bei den Grenzen der Sexualität, der Lust und mir als Individuum. Die Pflanze wirkt unheimlich stark und trotzdem sehr weich und sensibel.

3 In meiner alten Beziehung viel mit meinem Ex Partner. Der Sex hat sich entwickelt und es gab ganz verschiedene Formen von Sex. Zum Beispiel: "wild", "Kuschelig", "vertraut", "offen und neu"...Ich lebe Sexualität aber nicht nur im reinen Akt. Auch durchs Anschauen, bestimmte Berührungen oder Blicke. Vorstellungen haben auch eine Art von Sexualität. In gewisser Weise sogar auch mit Freundinnen und natürlich auch nur mit mir selbst.

4 Ich merke es in Form von einem bestimmten Energieschub. Meine Wahrnehmung verschiebt sich und der Fokus liegt vor allem auf dem Gefühl von Begehren. Ich spüre es stark im Becken und Intimbereich, es pulsiert und "fordert" mich irgendwie auf, in positiver Weise. Ich entspanne mich und atme anders. Ich bin irgendwie aufgeregter.

5 Schon als Kind war sie körperlich zu spüren, aber natürlich rein körperlich. Ich habe mich damals schon stimuliert, dann war ich eine Frühzünderin und habe mich schon in der Grundschule sexuell ausprobiert mit Freundinnen und ab der weiterführenden Schule dann auch mit Jungs. Später war meine Sexualität dann sehr davon geprägt zu gefallen und auch öfters mal auszuhalten leider. Ich habe sehr viel ausprobiert und würde sagen, dass ich große Freude an Sexualität habe.Mittlerweile bin ich viel mehr darauf bedacht den Fokus auch auf mich zu legen und darauf zu achten wie es mir geht. Meine Zukunftspläne sind viel Sex zu haben, dabei sensibel für mich und meinen Sexpartner zu sein und meine Lust vor allem auch vom Körpergefühl weiter zu verfeinern und stärker im Becken zu spüren. Sie auszuleben wann und wie ich Lust habe und ich habe auch Lust sie viel auszuleben. Es macht mir Spaß! Sei es der Akt an sich, als auch nur Kuscheln oder sich etwas vorstellen.



1 Liebe, Vertrauen, Leidenschaft

2

3 Gerade gar nicht.

4 Ich denke an jemanden, mit dem ich sie ausleben möchte.

5 Sie ist mit dem eigenen nicht-fühlen von Emotionen und betäuben durch Konsum gestorben. Derzeit ist sie wieder spürbar, weil ich mich selber wieder mehr fühle.



1 Zeit, Verlangen, Freude

2 Erdbeere. Rot. Fleischig. Süß. 

3 Nach Lust und Laune. Vielseitig.

4 Lebendig. Energiegeladen. Glück. Zufriedenheit.

5 Meine Lust kämpft gerade mit den Wechseljahren. Körperliche Veränderungen schränken die Lust ein. Der Kopf und Geist sind frei und bereit, aber der Körper kommt nicht in Fahrt



1 intensiv, frei, wankelmütig

2 So ein gelber Quetschball, der mit Sand gefüllt ist. 

3 Mit mir selbst, mit meinem BDSM Partner, viel in meinem Kopf, wenig penetrativ, safe, am Limit und bewusst.

4 Kribbeln im Unterleib, nass werdend, harte Nippel; schnellerer Atem, rote Flecken im Dekolleté

5 viel wissen, viel im Kopf, viel Masturbation, viel Exploration mit den Partner*innen, dann nach Trennung ausleben der Wünsche, sexuelle Lust wiedergekehrt. Immer gewusst worauf ich Lust habe, hat nur Zeit gebraucht es ausleben zu können. Safe und mit genügend Kick. 



1 allein, geil, blumig

2 Eine bunt wabernde Gestalt in Richtung Seifenblase. 

3 auf Parties mit Freunden oder Fremden rummachen, allein, mit Männern und Frauen

4 im Bauch kribbelts, meine Vulva pulsiert, ich möchte anfassen und angefasst werden

5 Ich möchte mich in Zukunft direkter fragen ob ich grad Lust verspüre oder nur denke, dass ich gerade Lust verspüren sollte. Früher war ich deutlich verklemmter mit meiner Lust. 



1 aufregend, emotional, aufflammen

2 Schmetterling: hell, flatternd, schwebend, froh

3 Sex mit meinem Partner, eher einfacher Blümchensex, aber mit Lust auf mehr und dem Wunsch zu experimentieren

4 aufgeregt, gut gelaunt, Wunsch zu küssen

5 Ich habe gelernt, dass sich Sex ganz anders und besser anfühlt, wenn man ihn mit einer Person hat, die man liebt, der man vertraut und gegenüber der man seine Bedürfnisse äußern kann!



1 Variabel

2 ein schwarzer Stiefel

3 frei

4 kribbeln

5 Das kommt immer auf die Person und Situation an, aber eigentlich eher steigend.



1 Leidenschaft, Nähe, Erotik

2 eine große Sonnenblume

3 immer wechselnde Sexualpartner*innen, mindestens zweimal pro Woche

4 ein Kribbeln und die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit

5 Sie hat sich eigentlich nie wirklich verändert, aber ich wünsche mir nur noch eine*n Partner*in zu haben.



1 befreiend, groß, schön

2 Ein großer Löffel, der metallisch glänzt. Wenn man sich in die Mulde hineinlegt, fühlt es sich gut an. Das Metall nimmt dann die Körpertemperatur auf. Man kann den Löffel auch hinunterrutschen. Die Kanten sind nicht scharf, sondern abgerundet, sodass sie sich erträglich und manchmal auch gut anfühlen.

3 Masturbation. Mit einem Partner. In Geschichten und Fantasien von Filmen, Büchern und Audiobooks.

4 durch ein Kribbeln im unteren Bauch. Wärme in meiner Vulva.

5 Die größte Entwicklung meiner Sexualität war, dass ich mich frei und als mich selbst in ihr fühle. Ich habe immer mehr Scham abgebaut. Zukünftig würde ich gerne all meine Scham verlieren und noch mehr sexuelle Erfahrungen mit FLINTA - Personen haben.



1 Körper, Entschleunigung, Sehnsucht

2 Ein super weiches, fließendes, sehr großes Baumwolltuch, das nach Lavendelseife riecht und ein kleines bisschen nach Frauenparfüm.

3 Am freiesten mit mir selbst, mit verschiedenen Polypartner*innen, auch schon mit meiner besten Freundin, am wenigsten aber dennoch manchmal mit meinem Partner. Wie? Noch lange nicht ausgereift oder befreit. Mit Hemmungen, Neugier, Sehnsucht und viel Humor.

4 Ein Ziehen, ein Tatendrang, ein Schauer, eine Welle, innere Flauschigkeit, ein Schnurren.

5 Mehr mir selbst zuhören, als gesellschaftlichen Vorgaben. Schon immer poly. In Zukunft mehr Sex, mehr Freiheit, mehr Fokus auf mich, mehr Entschleunigung, offener Kommunikation und hoffentlich lebenslang.



1 leise, zurückgezogen, anders

Handschuh

3 seltener als andere, aber mit viel Nähe

4 Summen im Unterbauch

5 sie ist weniger geworden und ich bin superhappy damit



1 schwierig loszuwerden

2 pulsierende Flüssigkeit die brennt

3 Früher habe ich in einem homophobischen Land gewohnt mit schrecklichen Gesetzen und konnte damals meine Sexualität durch Zeichnungen erleben. Ich habe damals viel Akt gezeichnet und gemalt, aber nicht auf eine realistische Art, sondern mehr über sexuelle Lust. Und fast immer Frauenkörper. Diese Körper die ich gezeichnet habe waren gleichzeitig ich selbst und meine Lust die sich in anderen Frauen widerspiegelt. Jetzt, wo ich meine Freundin habe und in Deutschland wohne ist dieses Bedürfnis körperliche, sexuelle Sachen zu zeichnen weg. Wahrscheinlich, weil ich es jetzt im realen Leben erleben kann, brauche ich es nicht zu zeichnen.

4 Es ist mit meinem Zyklus verbunden. Gefühl im Bauch und in Vagina und emotionaler Zustand

5 Als ich eine horny Teenagerin war, habe ich mit unterschiedlichsten Gegenständen masturbiert (z. B. mit einem feinzahnigen Kamm, mit einer Zahnbürste, mit einem Löffel, Nivea-Creme, in der Dusche, mit Stoff, mit einem fluffigen Pinsel). Jetzt habe ich meine Freundin und es ist viel einfacher und angenehmer geworden die Lust zu realisieren. Masturbieren frustriert mich jetzt, es ist meiner Meinung nach sehr mechanisch und Sex ist viel spannender und emotionaler.



1 unregelmäßig, abhängig, schön

2 neblig, glitzernd

3 mit meinem Partner 

4 mein Kopf ist frei und es kribbelt

5 sie wurde abhängiger von meinem psychischen Wohlergehen, in Zukunft würde ich gerne mehr für mich selbst tun



Mut, Experiment, Freiheit

etwas Wandelbares, was weich und hart sein kann, was kalt und warm sein kann, vielleicht etwas seidenartiges gemischt mit etwas gläsernem, es würde rosig riechen

ich lebe Sexualität in Kleidung, in Essen, in Kunst, in Momenten in denen ich mich fallen lassen kann, frei entfalten kann, z.B. im Tanz

es kribbelt in meinem Körper, und mein Körper produziert mehr Speichel, ich werde ganz weich, mein Herz klopft schnell. Es fühlt sich manchmal sehr schön an, besonders wenn diese Lust erwidert wird und manchmal ist es auch schwierig damit umzugehen, wenn man sich zurückhalten möchte oder sehr unsicher ist

Ich spüre und lebe sie viel mehr aus, wenn ich entspannt bin und mich sicher in mir fühle. Wenn es mir nicht so gut geht, versuche ich auch in meine Lust zu finden. Ich fände es sehr schön mich meiner Lust mehr hingeben zu können, in allen Bereichen des Lebens. Ich finde das aber auch sehr herausfordernd, da Lust auch immer eng verknüpft ist mit anderen Wünschen wie Partnerschaft oder Nähe und damit, dass man aufpassen muss, dass man weder verletzt, noch verletzt wird. 



Wandelbar, Kopfkino, selbstwertabhängig

Was für eine coole Frage! Ich stelle sie mir vor wie diese Gummimasse in den Space-Glühlampen aus den 90ern. Leuchtend, pink-orange-lila, formwandelnd, warm und energetisch. Nur riecht sie nicht nach Lampe, sondern nach Massageöl oder vielleicht auch mal nach nichts, oder Orange oder meinem Partner oder nach mir. Je nach Laune. Ich kann in ihr schwimmen, sie kann aber auch angeguckt werden oder aus mir hervorquellen wie eine Welle oder ein schwappen, abebben, schwappen, aufbäumen, explodieren, sanftes Streicheln und umarmen. Tolle Vorstellung!

Im Kopf in der Fantasie, mit meinem Partner, in Bildern, die ich male. In Berührung meiner selbst. In Beantwortung dieser Fragen. Im Lesen von Büchern über Sexualität oder Erotik, beim flirten. In bestimmten Körperübungen, die anregend auf mich wirken.

Sehr körperlich. Es fühlt sich an wie Wärme zwischen den Beinen, ein Glühen des Körpers, eine angenehme Nähe zu mir selbst, ein bisschen betrunken, manchmal zittrig, nach Kontrolle abgeben fühlt es sich an… Fallen vielleicht, aber im positiven Sinne. Manchmal auch wie das Gefühl, meinen Partner in mir haben zu wollen, eine Sehnsucht nach Einheit. Und im Kopf passieren lustige Sachen, so wie meinen geöffneten Mund über den eines Partners als Höhlen wahrnehmen, was sehr erotisch ist.Oder die Vorstellung, ein Baby könnte durch diese Einheit entstehen.

Auch wieder sehr schöne Fragen! :)Hm, als Jugendliche war sie nicht so bewusst, aber sehr ausgeprägt und pur - ohne zu viele genaue Vorstellungen darüber und doch mit einem Haufen dummer Rollenbilder aus den Medien. Ich glaube ich habe z.B. Masturbation als etwas genutzt, um mich zu entspannen. So wie heute manchmal auch noch.Damals war ich auch eher bi als hetero und hatte ein paar erotische Erfahrungen oder wenigstens Fantasien mit Frauen. Mein erster Sex war kurz und wir haben uns ganz viel Zeit bis dahin gelassen. Ich war sehr verliebt in meinen Freund, deshalb war es schön. Aber die Sexualität mit einem Partner war neu für mich und ich hatte sehr viel Scham für meinen Körper. Es ist komisch, weil ich auf eine Art sehr sexuell empfindsam war und auf eine andere Art sehr unausgereift. Mein Bild von Sexualität war sehr auf die mit meinem Partner beschränkt und wir haben nur drüber gesprochen, zu jung und unreif.



Zyklusabhängigkeit, Sinnlichkeit, Kontrollabgabe

ovaler Speckstein glatt geschliffen, handballengroß

In Beziehung und mit mir, so wie ich sie mag und in Stimmung bin. Sehr bedürfnisorientiert. Sehr frei von alten Mustern und mit Hingabe/ Abgabe von Kontrolle.

Wild, hungrig, warm, offen, lebendig, sinnlich, weich und hart, süß und hingebungsvoll.

Ich habe weniger issues, kann mich besser fallen lassen, seit ich mich und meinen Körper mehr mag, mache mir weniger Gedanken über alles dabei, versuche viel mehr beim Gefühl zu sein und mich dem hinzugeben. Vor allem nach den Schwangerschaften hat sich das Verhältnis zu meinem Körper sehr geändert. Ich bin auch offener geworden und höre auf meine Bedürfnisse, kommunizieren diese mehr. Und ich habe insgesamt mehr Lust, aber sehr zyklusabhängig. Nutze diese Energie aber gesünder.


Erregung, Durchblutung, Energie

Ein Lustorgan Rosaliche HautWeich und zart gebautInnen fest pulsierendaußen feucht florierendOlivenform doch groß im ArmDer Kern stets stark und warmEs duftet süß und schmeckt berauschendElektrisierten Tönen lauschend

Nachts im Bett alleinIm Kopf wenn ich pinkeln mussGeteilt in BerührungenZu meiner PeriodeEin wenig im FieberwahnAls Geschenk

4 Erregung im Körper, in den primären Lustorganen aber auch in den Füßen und Brüstenpulsierend mit dem Verlangen nach Berührung

von Hauptsache erlebt werden zu einem exquisiten Gourmet, die nach mentaler Ruhe verlangt und Wohlbefinden, um sich in allen Details erkunden zu können.Person(en) zu finden mit denen dies möglich wird.



organische Form, Kathedrale, anders als alles andere

Eine organische Form, deren Haptik der Oberfläche sich verändert, von matt und stumpf zu reliefartig zu glasiert. (Ich denke gerade an Keramik). Irgendwie zerbrechlich, zart. Gut gepolstert, mit Fürsorge und Vorsicht. Sie ist etwas Besonderes. Für mich ist es nicht selbstverständlich, dass sie da ist, dass ich sie fühlen kann.

(...) und ich würde ihr gerne mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen.

Ein warmes sich behauptendes Gefühl, in der unteren Bauchgegend. Es erfreut mich. Anders als alles andere.

Früher habe ich sie und ihre Bedürfnisse nicht sehr respektiert, nicht gekannt. Ich habe sie abgerufen, doch hat sie sich versteckt. Als ich lernte meine Grenzen im intimeren Umgang mit anderen Menschen zu spüren und meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu äußern, hat sie sich nicht mehr versteckt. Sie braucht einfach viel Ruhe, Zeit und Vertrauen. Zukunftspläne von ihr sind u.a. mich zum Lesen des Buches "Kommt gut" von June Pla zu bewegen bzw. zu einem Workshop von Orgasmic Women in Potsdam.Und mehr Aufmerksamkeit von mir zu bekommen in Form von aufmerksamer Beschäftigung und ernst genommen werden.

1Verfügbarkeit, Kontrolle, beeinflussbar 

Größe 3qm, Farbe rosa, Form Stuhl, Haptik weich mit Noppen dran, riecht nach Rosenseife, Geschmack süße Kreide

Frei

Ein Kribbeln, warmes krampfhaftes Gezappel in den Beinen und im hinteren Bereich meines Schädels

Es ist inzwischen im Vergleich zu meiner Jugend kontrollierter geworden und durch die Beziehungen die ich geführt habe sicherer und genießbarer geworden.



Haut, Gefühl, Impuls

Eine Kerze die unendlich ist. Immer wieder aufflammt und erlischt

Frei, kommunikativ, so ehrlich wie möglich.Seit 6 Jahren probiere ich immer wieder das Konzept von offenen Beziehungen aus. Mit unterschiedlichen Partner.innen bin ich gewachsen und gescheitert und dabei hat Sexualität stets eine große Rolle gespielt. Während die ersten Jahre viel Konfrontation mit Eifersucht, Raum nehmen und Raum geben waren, gelingt es mir mittlerweile Sexualität und Nähe zu Personen im Moment des Erlebens genießen zu können. Ohne Schuldgefühle oder einem Gefühl der Konkurrenz ausgesetzt zu sein, eine Rolle zu spielen für die Lust der.des anderen.Ich liebe es Menschen nahe zu sein und mich selber in dieser Nähe zu verlieren.Irgendwie habe ich das Gefühl mich dabei aus etwas zu emanzipieren. Rollenbilder die als Gegebenheit in einer Gesellschaft vermittelt wurden. Es geht mir vor Allem um Ehrlichkeit. Ehrlichkeit mit meiner eigenen Lust, meinen Mitmenschen. Ein anhaltender Prozess der Auseinandersetzung.

Ich glaube es beginnt oft mit einem schönen Moment. Einer Person der ich vertraue oder die vertrauenserweckend wirkt. Manchmal ist es aber auch einfach ein Lächeln oder ein Geruch eines/einer unbekannten Person. Auf einmal zieht es mich immer wieder zu der Person. Physisch oder gedanklich. Manchmal kann ich mich kaum mehr auf etwas anderes konzentrieren. Es kann auch was von einem Kick haben. Ich werde feucht. Vielleicht auch ein Kribbeln und eine Wärme im Unterleib.

Sie ist offener, weniger schambehaftet, ich bin selbstbewusster und weiß mittlerweile mehr was ich will und was mir Lust macht. Früher habe ich Sexualität viel für andere gelebt. Nun mache ich es für mich, für einen gemeinsamen Moment und für die andere Person. Einen schönen Moment den wir uns schenken. Sie soll sich in Zukunft loslösen von damit verbundenen Abhängigkeiten, sich dabei aber nicht verlieren. Weg von den erlernten Bildern hin zum Entdecken der eigenen Lust



Wärme, wechselhaft, Freude

Sowas wie Wetter? Mal da, mal nicht, mal gut, mal schlecht, verschieden ausgeprägt

meist monogam, gemütlich

im Unterbauch, Vulvaregion kribbelt es 

5 mit ca. 23 Jahren entwickelt, stressabhängig, hoffentlich bis ins Alter vorhanden



Dissoziation, Hilflosigkeit, Wollen

-

Ich mache regelmäßig de-armouring mit mir selbst.

Wenn es sich schön anfühlt.

Von der Idee von Berührung (sehr vorstellungsorientiert) hin zu mich darin üben präsent zu sein. Von sehr wild und „klassisch“ wie in Filmen, hin zu viel langsamer, tieferer Atmung.



Aufregung, Spannung, Befriedigung

Ein großer, glattgeschliffener Stein. In Form von einem Ei. Mit Maserung

Mit mir selbst und meinem Partner.

Kribbeln in meinem unteren Bauch. Starker Fokus auf das Gefühl und die ausschlaggebende Person/Video…Meine Vagina wird nass

Zu Beginn lebte meine sexuelle Lust vor allem in Vorstellungen und Fantasien. Danach wurden manche Fantasien gefüllt mit Erlebnissen. Ich denke meine Lust ist aufregender und selbstsicherer geworden. In Zukunft würde ich gerne mehr Varianten der Lust kennenlernen und ausleben



Haut, Zärtlichkeit, Massage

beim besten Willen kann ich keine Antwort finden auf diese Frage

überwiegend in meiner Fantasie und mit mir selbst, da sonst fast ausschließlich in fester Partnerschaft, wie sie mir gerade fehlt

Ich bemerke bestimmte Vorstellungen, so bildlich wie gewöhnlich kaum. Richtiges Tagträumen. Meistens kriege ich ab einem gewissen Intensitätsgrad dann einen Steifen; die Erektion ist oft ein recht zuverlässiger Indikator für sexuelle Lust, wobei ich selbstverständlich auch zuweilen einen Steifen kriege, wenn ich gar nicht erregt bin, so als rein körperliche Reaktion, die ich selbst nicht verstehe. Aber eigentlich fängt die Lust doch vorher schon an. Es ist aber gar nicht so einfach für mich zu beschreiben, wie sich das bei mir anfühlt. Ein anderer Gedanke noch:Meine Lust ist etwas, dass mich eher beschämt, zumindest wenn sie sich auf etwas richtet, das mir außerhalb der sexuellen Sphäre begegnet (meine Professorin, z.B. oder wie der Tättowierer meine Lenden berührt). Sie ist ansonsten sehr gewöhnlich und nach den Bildern geformt, die Hollywood und Pornoindustrie produzieren.

Ich bin in einem Prozess, meine Sexualität zu entdecken und von den Klischees zu befreien, die sie mir bislang verdeckt haben. Ich möchte mich von der Scham emanzipieren, die für mich lange mit Sex verbunden war Nachdem meine letzte Partnerschaft in die Brüche gegangen ist, bin ich derzeit auf der Suche nach einem neuen Verhältnis, in dem man sich offen und ohne Scham nackt anfassen kann



schön, warm, gut

Das finde ich schwierig zu beantworten - irgendwie finde ich nicht, dass meine sexuelle Lust ein Gegenstand sein kann, eher so etwas wie ein Schimmer oder eine Aura um mich herum

Frei, manchmal etwas verkopft

körperliche Anzeichen und gedanklicher Fokus

Ich habe Lust meine Lust noch detaillierter kennenzulernen und fühlen zu können (also vielleicht auch intensiver).



Verlangen, geil, Ruhe

eine rote Blüte, die außen zart und innen kräftig gefärbt ist; keilförmige Blütenblätter; bei Lust öffnet sich die Blüte und breitet sich aus und Blütensaft tritt aus

partnerschaftlich (hetero) und allein; sowohl zärtlich als auch aktiv-lustvoll, gern auch in devoter Rolle; aber auch gern in kleinen Lustmomenten im Alltag, z.B. Tagträume, attraktive Personen im Alltag, etc.

Genitalien werden warm und feucht, Wahrnehmung dort intensiviert sich; sexuelle Fantasien, Ausblendung anderer Gedanken und Wahrnehmungen

selbstbewusster geworden, weniger schambesetzt; Ziel: noch selbstbewusster und noch weniger schambesetzt, kreativer und mit weniger rigiden Vorstellungen



lebendig, in Phasen, schön

schöne Gärten in verschiedenen Farben, futuristische Architektur mit Treppen, jedes Mal eine andere Farbe und ein anderer Ort. Lila-blau-rot. Gehaucht. Alles kommt ganz nah, wie ein Arthouse Film sind Körper und Gesichter ganz nah gefilmt.

-

kribbelig und berauschend, wenn ich mich der Lust hingebe, höre ich nichts mehrIch merke dass ich Lust empfinde, wenn ich die Nähe zu anderen sehr genieße. Mir wird wärmer, merke wie mein Körper besser durchblutet wird.

Zu Teenagerzeiten hatte ich eine höhere Libido und bin der Lust täglich nachgegangen. Heute ist es viel abhängiger von Stress, Gedanken, Müdigkeit. In Zukunft möchte ich meine Lust mehr priorisieren. Mir dafür Zeit nehmen und genießen.



Lebensfreude, Begehren, spüren

ein Wasserlauf, der sich über verschiedene Untergründe schlängelt und mal brausend, mal leise dahinplätschernd, mal überwältigend erscheint.

in einer offenen Beziehung mit meinem Partner, mit verschiedenen bekannten Kontakten zu Männern und vereinzelt Kontakte zu fremden Frauen und Männern

Als wohltuende, pushende, begehrende innere Anspannung, die sich zeigen und verwandeln will.

5 Ich habe bisher nur in normalen Partnerschaften gelebt, merke aber durch psychische Zeichen, dass ich mehr Verbindungen eingehen möchte oder brauche und öffne mich nun und bin positiv überrascht, für wie attraktiv ich gehalten werde



kreativ, intensiv, bedeutsam

Strap-On (schwarz)

Da ich Single bin, lebe ich meine Sexualität in Form von Selbstbefriedigung.

Beginnt meist mit einem Gefühl in der Magengegend - ein angenehmes Ziehen oder Kribbeln. Dann ein ähnliches Ziehen im Intimbereich.

Von sehr verklemmt zu deutlich freier. Als Jugendlicher habe ich mich sexuell gar nicht ausgelebt und war durch meine katholische Erziehung der Überzeugung, dass es zum Teil sündigen ist. In meinen 20ern habe ich angefangen diese Überzeugung zu hinterfragen und mich auszuleben. Ich lese Bücher (fiktional und nicht fiktional) die sexuelle Lust thematisieren um noch mehr zu mir selbst zu finden. In meiner Zukunft sehe ich noch mehr sexuelles Ausleben und Akzeptanz meiner Vorlieben.



Zyklus, Reibung

Metall, heiß, glatt, klein, flächig

Ich habe nur in Beziehung Sex oder mit mir alleine. Alles flüchtige kann ich nicht genießen

So als ob ich eine Kanne zu viel Kaffee getrunken hätte und mich dann in eine warme Badewanne lege. Jede Bewegung und Entscheidung passiert schnell und wird von einer Wolke an Wärme aufgefangen.

5Meine Lust hat sich intensiviert. Ich konnte früher Quickies haben und Minuten vorher und nachher keine Lust spüren. Mittlerweile brauche ich mehr Vorspiel und aftercare. Dadurch ist der Höhepunkt kraftvoller und ich verbrauche viel mehr Energie.



Schattenarbeit, Friede, Verbundenheit

Wenn meine sexuelle Lust ein Objekt wäre, wäre es eine hohe, schlanke Vase aus Obsidian mit einem großen, stabilen Sockel. Es kann Flüssigkeiten oder kleine Steine enthalten, es kann Verlangen und Angst enthalten.

Ich lebe meine Sexualität sehr privat, bin aber sehr offen dafür, mit den meisten Menschen darüber zu sprechen. Vor allem natürlich, wenn ich ihnen vertraue und sie respektiere.

Ich bin sehr zurückhaltend, was meine sexuelle Lust angeht, obwohl ich spielerisches Flirten wirklich genieße. Wenn ich mich mit jemandem wohl fühle und er sich mit mir wohlfühlt, kann meine sexuelle Lust sehr ursprünglich und dennoch kontrolliert werden.

Meine Sexualität begann sich etwas später zu öffnen als die meisten anderen und war ein langsamer Entwicklungsprozess, der mit meiner Selbstverwirklichung einhergeht. Ich versuche, es nicht zu einer leitenden Kraft in meinem Leben zu machen (manchmal leichter gesagt als getan), sondern zu etwas, das es mir ermöglicht, Aspekte meines inneren Selbst zu entdecken und als Ventil zum Spielen und Finden tieferer zwischenmenschlicher Bedeutungen.



voll, warm, präsent

Wie eine 3D Acht, aber ohne Löcher. Ähnlich wie zwei rote Blutkörperchen aneinander, ohne eine Kante, an der sie sich überschneiden, also verbunden. Mit Dellen in den beiden Windungen der Acht auf beiden Seiten. Sie ist rot, die Dellen eher ins rosa gehend. Und weich und warm. Wenn man draufdrückt, wabert sie. Aber nicht schnell wie Wackelpudding, sondern eher langsam.

Alleine bei mir zur Entspannung. Mit meiner Beziehungsperson für die Verbundenheit.

Druck in der Brust und im Bereich der Vulva. Drang meine Hände zu bewegen, zu mir oder der anderen Person.

Sie ist viel klarer spürbar und identifizierbar geworden. Sie ist nicht mehr nur latent anwesend, sondern kann sich manchmal voll entfalten und bei mir leben.



Spaß, meins, Vulva

warme dunkle Welle im Schoßbereich

mit mir und meinem Ehemann

Fühlt sich sehr gut an. Prickelnd. Wie eine Gänsehaut wenn jemand sanft ins Ohr flüstert und man grinsen muss. Merke die warme Welle oder Genussgefühl im Schoß

Bis circa 27 fühlte es sich sehr triebhaft an, aka ein Bedürfnis das über mich kam unabhängig von Menschen. In der Ehe und nach Kindern ist es etwas Stabiles, was mich nährt und ich auch mehr lenken kann, statt dem ausgeliefert zu sein. Bis Mitte 20 war bei der Lust das befriedigen der anderen im Fokus. Ab 30/Ehe/Geburten eher der Genuss des Fühlens der Lust und sich von dem Gefühl berühren lassen, statt drauf reagieren „zu müssen“.



Gier, Hingabe, Eskalation

Ein rosé-goldfarbener Anal-Plug aus Edelstahl mit einem großen, pinken Glitzerstein am sichtbaren Ende und drei ganz sanft ineinander übergehenden, zum anderen Ende kleiner werdenden, kugelartigen Verdickungen.

zur Zeit leider ausschließlich autoerotisch, d.h. ohne Partnerin, in meist impulsartig ausgelösten, satt-leckeren Masturbations-Sessions, die die Körperlichkeit durch vielfältige Berührung feiern.

Sexuelle Lust fühlt sich für mich wie ein Fest an. Manchmal sprichwörtlich als Candlelight-Dinner zelebriert, zumeist aber als explosionsartiger, durchdringender und dominierender Lebensaspekt. Die Lust bemerke ich an körperlichen Reaktionen (Herzpochen, Hitzewallung, zittrige Gesamtverfassung) einerseits, am überlagernden Strom von erregenden Gedanken andererseits.

Meine sexuelle Lust hat sich von einer sehr rigiden S/M und Fetisch-Orientierung mit von mir selber als unfrei wahrgenommenen Konnotation zu einem viel offeneren, gelasseneren Fundament entwickelt. Gleiche Szenarien und Praktiken haben inzwischen etwas ungezügelt Wildes. Diese Selbstverständlichkeit und Entspanntheit möchte ich gerne mit einer dementsprechenden Partnerin kreativ ausleben.



Langsamkeit, Veränderung, Überraschung

Ein Batzen Knete, immer anders geformt, gefärbt, verschmilzt, schmiegt sich an, nimmt Raum ein

Polyamor, mit mir selbst und anderen

Manchmal im Kopf und manchmal im Körper, immer braucht es aber eine Form der Entspannung als Voraussetzung

Von hetero/monogamer Sozialisation hin zu poly und bisexuell, ein ganz schöner Ritt und überfordert mich noch immer öfter, aber was noch kommt weiß ich nicht und bin gespannt drauf.



Verlangen, Vertrauen, Verbindung

ein großer Spiegel

Sex mit Partner:in, Masturbation, Berührungen

spüre ein Verlangen nach Nähe (zu mir selbst oder zu anderen)

weniger schambehaftet



Begehren, Leidenschaft, Nacktheit

Eine Keramikfigur in Form einer nackten Frau, die sich räkelt. Nur in Farbe des Naturtons, nicht zu detailliert gearbeitet

Monogam mit meinem Freund und mit mir selbst in Form von Selbstbefriedigung

Begehren, Lust auf die andere Person, Gedanken kreisen darum, Kribbeln im Körper

Scham wird weniger, ich weiß mehr was ich will und was nicht, kann mehr zu meinen Bedürfnissen stehen, mutiger/traue mich mehr, Zukunft: an meiner Orgasmusfähigkeit arbeiten, mich und meine Lust mehr ins Zentrum von Sex stellen



verborgen, überraschend, unterdrückt

Ein Stempel in einem Blütenkelch, verborgen, leicht verletzlich. Die Blüte schließt sich um den Stempel zu schnell und schützt ihn...

Aktuell leider gar nicht.

Sie kanalisierte sich meist direkt in der Begegnung mit dem intimen Partner. Ich möchte Hautkontakt, Kuscheln, Küssen, mich tief vereinigen, slow sex.

5 Sie möchte dieses Jahr auf jeden Fall neue Dimensionen erreichen!



Freude, Genuss, Liebe

Springbrunnen

Affäre alle sechs Wochen sehen, Selbstbefriedigung

Wunsch nach Küssen, Wunsch nach Berührung des anderen Körpers, Wunsch nach gegenseitiger Berührung im genitalen Bereich

Ich bin entspannter geworden meine Sexualität so zu akzeptieren, wie sie istZukunftswunsch: noch mehr körperliche Barrieren abbauen



fragil, lebendig, schüchtern

Meine sexuelle Lust wäre eine Hängematte. Eine gelbe Hängematte aus Stoff, in der man sehr gemütlich in der Sonne liegen und schwingen kann. Sie könnte auch eine Feder sein. Eine Daunenfeder vielleicht.

Meine sexuelle Lust versteckt sich und ist meistens von vielen Dingen überdeckt. Ich muss mir Zeit nehmen, um sie rauszukitzeln. Dann ist es meistens sehr schön und wir haben eine gute Zeit.

Meine sexuelle Lust fühlt sich nach Energie an. Ich merke, dass ich mehr Energie bekomme und neugierig und hungrig auf mehr werde. Es fühlt sich kribbelig an und irgendwann sehr entspannend und schön und weit.

Puh, meine sexuelle Lust hat sehr lange geschlafen und war quasi nicht existent. Wir kannten uns nicht. Sie war ganz schön tief vergraben. Es hat lange gedauert, bis ich auf die Idee kam nach ihr zu suchen. Das war auch mit viel Schmerz verbunden. Meine Lust soll viel freier werden und mehr da sein können. Aber sie braucht auch viel Raum und Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit. Sie ist eine sehr sensible



Hingabe, Ekstase, Vertrauen

Ein weicher Feder - fell - wuschelig - warmer-zarter Ball mit geheimnisvollem Innen, wenn man ihn belastet ist nicht ganz klar, was sich drinnen befindet. Er leuchtet im Dunkeln, funkelt wie Sterne. Rollt man ihn, so verwandelt er seine Form. Kann fliegen, wird auf dem Boden zum Tiger, zur Schlange, zur Katze, zum Hasen und zum Wildschwein. Einmal in Schwung gebracht entfaltet er sein Eigenleben und lässt sich schwer wieder einfangen

Ich versuche mir meine Sexualität auf allen Ebenen zu erlauben. Mit allem da zu sein. Innen und außen verbunden. Wild und verletzlich. Spirituell und ganz erdig. Aggressiv und ganz zart. Ehrlich, verbunden und jeden Moment neu. Ich habe einen Partner seit 10 Jahren. Mit ihm lebe ich den Großteil der Sexualität. Aber auch ekstatisches Tanzen verkörpert meine Sexualität jede Woche. Sinnliches Tun und Zärtlichkeit mit der Natur ist Ausdruck einer Sexualität. Auch Anziehungen zu Frauen und anderen Wesen spiegeln meine Sexualität wieder. Hierbei bleibe ich aber entschieden mit der Verabredung nur mit meinem Partner die absolute Tiefe der Begegnung auszuloten. Mit weiteren Menschen spüre und genieße ich nur die Energie und setze nicht mehr davon um. Da ich erlebt habe, dass das viel Konfusion und Schmerz bereitet. Auch in mir selbst. In der Vergangenheit viel forschen mit Tantra, freier Liebe und Frauengruppen die ihre Sexualität erforschen.

Lebendig, wach, freudig. Präsent. Zärtlich. Zupackend. Beißen wollen. Toben wollen. Feucht sein. Lichter und Energien wahrnehmen. Innerlich Musik hören. Abenteuerlustig. Intimitätshunger.

Immer mehr ist Lust wirklich meine eigene Lust geworden. Abgelöst von alten Bildern und Klischees. Ich muss nicht mehr den Lustbildern entsprechen, sondern meine Lust mir. Von Moment zu Moment. Immer neu. Ich kann dem Körper und den Energien im Körper immer mehr die Führung überlassen. Sex zeigt sich in immer mehr Facetten des Lebens. Ich achte viel mehr auf Stimmigkeit auf allen Ebenen in mir. Ich erlaube mir immer mehr zum Ausdruck zu bringen. Spirituelle Energie wie Licht im Körper fühlen, Lichtexplosionen sehen, Ausdehnung spüren akzeptiere ich als meine eigenen Zeichen von Sexualität. Zukunft meiner Lust: noch ungezügelter, offener, befreiter auch den aktiven aggressiven Impulsen nachgeben. Ebenso wie noch zarter, feiner und empfänglich werden. Fantasien Ausdruck verleihen und in der Hingabe mich immer noch tiefer fallen lassen. Herz zu Herz Kommunikation ohne Angst



Neugier, Identität, Glück

ein Schleimklumpen zum Spielen

allein und in einer monogamen Partnerschaft, in Träumen, in Gedanken, in Gesprächen, in Blicken

sehr unterschiedlich und schwer zu beschreiben - große Konzentration auf Empfindungen und Gefühle, bzw. „Aufgehen“ darin, mit dem Partner auch ein Fluss/Intuition, dass alles sich richtig anfühlt, bzw. er weiß, wie er mich wo berühren soll, alles ist eine gemeinsame Bewegung und Energie. Beim Aufschreiben fällt mir die Begrenztheit der eigenen Sprache auf und wie abgedroschen diese ganzen Wörter sind. Weiter trotzdem - äußerlich-körperlich merke ich Lustempfinden an extremer Anspannung und Entspannung in kurzen Abständen, Gänsehaut, weich sein, Zuckungen am ganzen Körper, Atmen/Stöhnen etc. Aber das sind eher die Folgen als die Lust selber. Manchmal fühle ich mich innerlich ganz groß, als wäre mein Unterleib bis zu den Füßen 20 Meter lang. Oder ich bin mit meiner Aufmerksamkeit an ganz kleinen Punkten in meiner Vulva. Oder der ganze Körper ist verbunden - es ist sehr unterschiedlich. Aber es kann auch schon Aufregung sein in einem Blick oder so.

Sie ist weniger heimlich geworden, das finde ich schön. Sie nimmt mehr Raum ein - aber sie könnte noch mehr Raum bekommen und das ist mein Plan für die Zukunft - weiter lustvolle Orte erkunden und Situationen und Konstellationen.



happy, Nähe, too much

diese Spielzeuge aus den 90ern, die alleine Treppen runter laufen können und immer schneller werden

aktuell just with myself

warmes Gefühl

früher kam das eher von außen, jetzt eher Start von innen: Fantasie zum Beispiel



weiblich, stark, Scham

Ein runder glibschiger Stein in einem Bach mit Moos drauf, der glitzert im Sonnenlicht.

Im Moment? Nicht so richtig - bis auf sporadische und recht zielgerichtete Sessions mit meinem Vibrator.

Oft überrascht es mich - so als hätte ich schon Lust gehabt, es nur nicht gemerkt. Ich merke es erst, wenn mir Gedanken an meinen boyfriend kommen oder daran, einen Porno zu schauen. In meinem Körper beginnt das Gefühl im Bauch - eine wirbelnde Wärme.

Sie ist so viel weniger abhängig vom male gaze geworden. Sie ist entspannter geworden und verbunden mit Emotionen. Sie ist auf angenehme Weise auch weniger präsent und gleichzeitig möchte sie vielleicht etwas öfter ins Scheinwerferlicht.



Hitze, Spannung, ausbreiten

Rot bis rosarot, leicht flaumig, vielleicht, stereotyp fast fällt mir auf ein Pfirsich mit der Farbe der Pfirsichblüte, allerdings weniger rund, mehr länglich, breitlaufend, schwierig, ich kann mir nur Bewegung vorstellen, vielleicht ein Schwanken zwischen Landschaftlichkeit und Auftürmung

3 im Akt, gern mit viel Bewegung, in Vorstellungen, wenig in Kleidung, in Blicken, vorsichtig tastend in Freundschaften

durch meinen Blick auf andere Menschen und meine Vorstellungen, das Gefühl Berührung oder Bewegung zu brauchen

Als Kind war sie ein Spiel mit Tatendrang, auch mit Freunden, nackt sein, dann Abbruch mit der Schulzeit - ein Untertauchen und distanziertes, zwischen Ekel und Leid beobachten wie andere mit ihrem Drang umgehen, aber auch Leiden an der Unmöglichkeit Lust mit anderen auszuleben. Ab 15 ein langer und auch qualvoller Weg die ganze Anhäufung von ungelebter Lust abzubauen bis jetzt langsam eine tiefere Entspannung eintreten konnte (breitlaufen in eine Landschaft - damit auch Mehrfarbigkeit, nicht nur das gesteigerte Pfirsichtblütenrosarot)



Sinnlich, Verbundenheit, Freunde

Badewanne

Ich lebe meine Sexualität als Emanzipation von der sozialen Gesellschaft.

Ich bekomme eine Vorstellung. Sowie Träume. Ich bemerke Verlangen nach netten erotischen Begegnungen

Meine sexuelle Lust ist nicht mehr nur für mich, sondern hat mehr Fokus auf der Suche nach Verbindung mit der Beziehungsperson.Zukunftspläne: Erweiterung meiner Sexualität.



eigensinnig, Phasen, Verbundenheit

Ein kuscheliges Kuscheltier, ein selbstgenähtes Wesen mit coolen Piercings an den Ohren aber irgendwer hat eine Sicherheitsnadel im Fell angebracht die manchmal piekst beim kuscheln.

Mit wem ich will (wer auch mit mir will oder alleine) und wann ich will und auch mal ein Jahr gar nicht. Manchmal habe ich keine Sexualität? Queer. Nur mit Menschen zu denen ich eine Verbundenheit spüre und denen ich vertraue. Sehr vorsichtig da ich eine PTBS hab und Sex oft ein Umschiffen von Triggern und Dissoziationen ist. Aber immer mehr auch mal wieder unbedacht und stürmisch.

Manchmal ganz toll und aufregend und kribbelig. manchmal werde ich von meiner eigenen Lust getriggert, weil es mich an vergangene Gewalterfahrungen erinnert (meh). Meine Lust fühlt sich oft auch nach mir Sachen erlauben und bisschen rebellisch an.

Immer in Phasen, manchmal jeden Tag Bock auf Sex manchmal null. Da meine erste sexuelle Beziehung voller sexualisierter Gewalt war, ist es auch manchmal ein Forschen danach, was mein eigenes in dieser Sexualität ist und was nur so entstanden ist, da meine Sexualität so durch die Gewalterfahrungen geprägt wurde. Seit ich offen queer und trans* bin ist meine Lust auch ehrlicher und fühlt sich mehr nach meiner Sexualität an und weniger nach einer zu erfüllenden Pflicht oder so. Einem Gefühl was ich in mir hervorrufen "muss". Zukunftsplan: meine Lust trotz PTBS ausleben (mach ich auch jetzt schon) und mir noch weniger Druck machen wenn ich auch mal ein zwei drei Jahre keine Lust habe oder auch wenn ich jeden Tag Lust habe.



Gooning, Edging, Furry

weiche Marshmallows

Selbstbefriedigung

Vorstellungen von erotischen Szenarien - meist unbewusst

Vorlieben und Sexualität verändert; Ich erhoffe mir, dass ich sie frei ausleben kann



experimentell, aufregend, abwechslungsreich

ein ausgewaschener stein mit weichen formen

Gerade wenig

4 ich denke an sex, kribbeln, belebend

Früher ging es nur um mich und meine Fantasien, nicht darum diese mit anderen Personen auszuleben. Das hat sich verändert, Sexualität hängt nun auch mit anderen Leuten zusammen. Gerade habe ich auch Angst vor Sex. Zukunft: keine Angst vor Sex. Freier ausleben, ungenierter vielleicht. Nicht nur heterosexueller Sex.



lachen, langsam, überall

ein von Sonne beschienenes, enorm fein geschliffenes Stück Holz, so groß wie mein Bauch, in ebensolcher Form, geschwungen, vielleicht mit der Maserung von Olivenwurzel oder Kastanien. Und es riecht nach Rose, Thymian, Wacholder und Meer. Des Weiteren ist es zu nichts nütze als bestaunt, gestreichelt, in die Luft geworfen, an den Körper gedrückt und eingeatmet zu werden.

In vielen Umarmungen.In stiller und ekstatischer Berührung.Mit Zeit, in Ruhe, mit immer neuer Neugier. Mit Menschen, mit mir.Beim Essen.Beim Malen, Schnitzen, Anziehen.

Manchmal will ich mich extrem bewegen, manchmal halte ich einfach ganz still. Warmes durchströmt meinen ganzen Körper, heiße Wangen, warmer Bauch, Freude an Berührung, Freude an Schönheit, Freude an Natur. Ganzkörperfreude. Teilen wollen.

Sie wanderte immer mehr von außen in meinen Körper rein. Ist aber vielfältiger spürbar geworden. Sie hat keine Zukunftspläne, hatte sie noch nie. Sie ist immer jetzt.



frisch, leise, aufregend

wie ein Kissen, das gerade aus so einem Vakuum ganz langsam wieder groß wird und dann ganz weich aussieht

hauptsächlich durch Masturbation oder durch schauen/beobachten

Ich merke das gar nicht so dolle und oft, aber wenn das kribbelt, ist es irgendwie ganz warm. Irgendwie fühlt es sich auch so nach Frühling an oder vielleicht auch ein bisschen nach einem Spätsommer in einem Coming of Age Roman.

Ich würde sagen, dass ich früher viel mehr Lust hatte, aber ihr null nachgegangen bin, so mit 17 hab ich dann die Pille für 2 Jahre bekommen und seitdem spüre ich fast gar keine Lust mehr. Ich hab dann aber mit 18 ca. das Masturbieren angefangen und dadurch ist es so ein bisschen zurückgekommen, aber meistens masturbiere ich, weil ich Lust darauf habe, aber nicht weil ich sexuelle Lust verspüre. Ich hoffe, dass ich es schaffe meine Lust irgendwann wieder mehr zu spüren und ihr besser nachgehen zu können, was für mich auch heißt, dass ich damit offener umgehen wollen würde und ihr auch mehr nachgehen will, vor allem auch mit anderen Menschen.



immer unterschiedlich intensiv

eine Decke aus weicher, orangefarbener Wolle

allein und mit meiner Beziehungsperson

ich spüre das eher körperlich als emotional

Sie war mal viel lauter. Ich habe Angst, dass sie verstummt. Hoffentlich nicht.



kribbelnd, wabernd, Atmung

Ich denke dabei an das Innere einer Lavalampe oder die Form mancher Buttplugs. Nach starken Orgasmen habe ich körperlich auch erlebt, wie Energie in Form einer Lemniskate durch meinen Körper oder aus ihm heraus hinaufstrebt.

Ich gehe Lustempfindungen nach und will damit, mit mir und meinem Gegenüber möglichst offen und frei sein. Morgendliches Masturbieren hat sich für mich als guten Start in den Tag etabliert, dann bin ich warm, ehe ich das Bett verlasse, in dem ich manchmal mit kalten Extremitäten aufwache, um dann ins kühle Zimmer hinauszutreten.

Kribbeln und Pulsieren der Klitoris, ein angeregter Atem, Gänsehaut, vor allem am Hals, mein Mund wird feucht

Ich habe sie mehr und mehr entdecken dürfen und stelle sie auch ins Zentrum meiner sexuellen Handlungen mit anderen Personen. Mit 12 habe ich eine tolle Website gefunden, auf der erklärt wurde, wie Mädchen mit Kissen oder Kuscheltieren masturbieren oder das tun können ("das kann sich gut anfühlen"). Ich habe auch früh probiert, mich mental, bzw. ohne Berührung und mit gezielten Muskelkontraktionen an einen Orgasmus zu bringen. Zukunftspläne? Neue Erfahrungen, mehr Freiheit! Ich bin noch lange nicht am Ende meiner sexuellen Entwicklung und habe Lust auf neue Empfindungen und Entdeckungen.



wollen, halten, spüren

Irgendwas zwischen Pfirsich und Stressball, aber auch mit Memoryfoam vielleicht

Zu zweit in der Beziehung oder alleine

aufsteigende Wärme und auch ein bisschen Enge und Kribbeln

Sie ist irgendwie routinierter geworden, aber nicht auf eine schlechte Art, eher so zuhausig. Ich glaub irgendwie, dass sich daran in nächster Zeit nicht so viel ändert - hoffe ich zumindest!



1 –

Schokolade und Erdbeeren

eher geschlossen, privat

körperliche Anzeichen

ungeplant, wie es halt kommt



Intimität, Spaß, Kribbeln

Der Gegenstand wäre auf jeden Fall weich und gut riechend, ohne besonders aufdringlichen Duft. Der Gegenstand kann seine Größe ändern, je nachdem wie stark die Lust wird. Gerade denke ich an ein weiches Tuch. Es ist bunt, rote, pinke, lila Töne mit etwas hellem und dunklem Blau. Das weiche Tuch kann entweder punktuell und klein sein oder meinen ganzen Körper bedecken, wie die Lust die sich plötzlich von einem kleinen kribbeln über den gesamten Körper ausbreitet. Das Tuch kann auch Wärme spenden. Wenn es sich ausbreitet, ist es ein wohliges und schönes, geschütztes Gefühl. Aber es kann auch mal ganz löchrig und locker sein, sodass das Tuch ganz wild herumflattert.

Zum einen erlebe ich Sexualität mit mir selbst (im Sinne von Masturbation und intimen Fantasien). Zum anderen lebe ich Sexualität in meiner Partnerschaft. Beides ist mir sehr wichtig und ich möchte das nicht gegeneinander aufwiegen.

Manchmal sind es plötzliche Gedanken, die aufkommen, die sich dann mehr zu Lust entwickeln. Wie so eine Art Tag-Traum. Aber häufiger entsteht Lust durch Berührung oder intimen, verbindenden Austausch. Wenn ich entspannt bin, kann ich Lust empfinden, meinen Kopf ausschalten und meinen Körper spüren. Vor allem durch sanfte Berührungen bekomme ich lustvolle Gänsehaut. Oft merke ich meine Lust an einem Kribbeln im Körper. Durch spontanes Spiel und Quatsch miteinander (mit meinem Partner) kann bei mir auch sexuelle Lust entstehen.

Mittlerweile ist Sexualität für mich stark mit Vertrauen und Liebe verbunden. Früher fand ich das Unbekannte und den Flirt vor der sexuellen Interaktion sehr reizvoll, das hat starke Lust ausgelöst. Dort hat sicher auch der Punkt Aufregung und Spannung mitgespielt. Aber das ist dann meist sehr schnell verflogen als es zur tatsächlichen sexuellen Action kam. Ich habe gemerkt, dass es für mich mehr braucht als das spontane, kurzfristige Kennenlernen, um wirklich sexuell erfüllt aus einer solchen (teils einmaligen) Erfahrung herauszugehen. Ich brauche irgendwie eine tiefere emotionale Connection zu der Person mit der ich sexuell werden will. Zukünftig will ich noch mehr entdecken, bei mir selbst, was mir noch alles Spaß und Lust bringt und auch in der Partnerschaft. Ich denke die Lust entwickelt sich ja auch im Alter weiter und Bedürfnisse können sich verändern. Spannend erscheint mir bestimmte Atemtechniken beim Sex zu nutzen, um entspannter zu werden oder um mehr Lust zu spüren.



Sex, stöhnen, Wohlbefinden

Etwas Kleines, weiches, und zartes, das in einer Schatulle, die schön und kleinteilig verziert ist, liegt.

Ich lebe sie meistens mit meinem Partner zusammen aus. In meinem Alltag und in der Öffentlichkeit spielt sie eigentlich keine Rolle.

Mein Körper fühlt sich warm an, wie wenn er durchblutet ist und meine Geschlechtsteile pulsieren leicht. Meine Gedanken sind auf Sex fokussiert.

Ich denke sie hat sich nicht so verändert, ich habe sie eher besser kennengelernt. Meine Zukunftspläne sind, mich in ihr sicherer zu fühlen und sie mehr anzuhören und auszuleben.



geil, rot, hot

Ein starrer Gegenstand ist schwer vorstellbar für meine Lust. Etwas, das sich bewegt und ausdehnt und warm wird. Und Brennt. Vielleicht aber auch ein roter Ball mit ganz vielen Härchen die abstehen und super sensibel sind. Etwa so groß wie eine Faust. Geruch betörende Blüten und Sommerhitze und Geschmack Feuer.

Vorwiegend indem ich mich selbst berühre. Auch durch Geräusche, durch Tönen. Auch durch lesen und das Anschauen von Objekten und Bildern. Es gibt einen erotischen Comic im Internet den ich immer wieder lese. Durch meine Vorstellung und Phantasien von und mit anderen. Durch Worte, aber hauptsächlich in Gedanken. Ich stelle mir vor was ich anderen Personen gerne sagen würde, um meine Lust mit ihnen zu teilen. Manchmal kann ich sie auch durch das Zeichnen leben lassen. Manchmal höre ich mir erotische Podcasts an. Durch Selbstbefriedigung. Mit meinen Händen und mit Spielzeug. Durch den Austausch mit anderen Personen von und über unsere sexuellen Erfahrungen. Das traue ich mich aber nur selten und zur Zeit vor allem mit einer bestimmten Person. Ich schlafe immer wieder mit dieser Person. Ich sage ihr, dass ich mit ihr schlafen will. Ich schreibe ihr einen Brief über meine Lust und mache eine Zeichnung. Ich erzähle ihr von meiner Lust. Chillis essen.

warm, fest, steigernd, treibend, wach, wild, energisch, spielerisch, neckisch, fies, wohltuend, heiß, kräftig, erhaben, selbstbewusst, lustig, prickelnd, erwartungsvoll, hoffnungsvoll, ein Ziehen und Drücken von unten nach oben.Ich merke, dass ich anders denke. Ich will meinen Körper anfassen und ihn und mich spüren. Meine Lust möchte gespürt werden. Und ich möchte sie teilen. Dazu merke ich, dass ich mir Szenen vorstelle, in denen ich sie mit Anderen teile. Meine Lust will gesteigert werden. Ich stelle mir auch vor, was ich tue oder andere mit meinem Körper tun, um meine Lust zu steigern. Ich merke, dass ich die Welt um mich herum anders wahrnehme. Ich stelle mir vor mit Personen aus meiner Umgebung Sex zu haben und wie sich ihre Körper anfühlen, wenn ich sie berühren würde, egal ob ich die Personen kenne oder nicht. Meine Lust kann durch meine Umgebung gesteigert werden.

Sie ist mir vertrauter geworden, sie hat sich ein bisschen beruhigt und möchte sich aber noch in viele Richtungen ausprobieren und weiterwachsen. Sie möchte offen auftreten und ehrlich sein, aber auch beschützt werden.



Freude, Vergnügen, geben

Ein Höschen, grün und zart, was nach Versprechen duftet.

offen und frei

Aufregung, ein Pulsieren der Haut, Zucken der Finger und der Vulva 

Früher zurückhaltend, heute sage ich frei was ich möchte, was ich tun möchte und empfinde keine Scham mehr wenn ich Wünsche äußere und neues probieren will.



fest, Spielzeug, immer

Die Frage ist blöd.

mehrmals die Woche

Durch Attraktivität und Kribbeln untenrum.

Durch Probieren erkennt man seine Vorlieben. Wir machen so weiter, wie es gerade läuft.


Leidenschaft

Badewanne voller Blut

frei, hemmungslos, offen

Ich werde feucht und es kribbelt im Schritt.

Sie möchte ein Haus bauen und viele Kürbispflanzen im Garten haben. Ich möchte ankommen.



Porno, Freiheit, oft

Ein Wasserglas, das sich selbst befüllt.

in Beziehung und für mich

Ich bin erregt, ich schaue gern auf Popos.

immer etwa gleich



Küsse, heiß, unkompliziert

ein saugvibrierender Superdildo oder ein Massageduschkopf

in meiner Ehe

ein prickeln

Durch die Kinder wurde die Lust quantitativ weniger, aber qualitativ besser. 



1 Erotik, Sex, Begehren

2 Meine sexuelle Lust wäre ein Zitroneneis im Sommer. Etwas das ich unbedingt haben möchte, um mich zu befreien. Im ersten Moment immer sehr köstlich und irgendwann fange ich an zu frieren.

3 Ich bin in einer Bedürfnisorientierten Beziehung (offen) mit Kindern. Ich masturbiere gerne und kuschele gerne vor allen Formen des penetrativen Sex.

4 Mein Mund wird trocken, mein Herz beginnt schneller zu klopfen, ich werde feucht und hibbelig.

5 Ich war immer auf Männer fokussiert. Klassische heteronormative Matrix. Seit meinem Studium und der offenen Beziehung lerne ich neues über mein Begehren. Ich liebe es anderen Körpern nah zu sein. Ich könnte mir zukünftig vorstellen mit mehreren und vielen Menschen gleichzeitig intim zu sein



1 wechselhaft, freiheitsliebend, unstet

2 Wasserkocher

3 heimlich, paarweise, allein, intellektuell, verzagt, hemmungslos, verspielt, frech

4 warm, einnehmend, drängend, begehrend

5 Entdeckt, verborgen, verschwunden im Stress, wiederentdeckt in Freiheit und Zärtlichkeit. Meine Lust plant nicht.


   

 
 
 

1 Kommentar


Oliver Brown
Oliver Brown
02. Juli

Was für eine unglaublich vielfältige Sammlung von Stimmen und Bildern – das zeigt ziemlich eindrücklich, wie unterschiedlich Menschen dieses schwer greifbare Thema „Begehren“ wahrnehmen und in Sprache (oder eben in Bilder, Metaphern, Körpergefühle) übersetzen.

Spannend finde ich vor allem, dass sich so oft wiederholt: Körperlichkeit, Emotion, Erinnerung und Vorstellung vermischen sich ständig. Für manche ist es eher ruhig und fast abstrakt, für andere sehr körperlich, intensiv oder sogar widersprüchlich. Und genau diese Spannbreite macht den Text so stark – es gibt nicht die eine Definition, sondern nur Annäherungen.

Am Ende wirkt das fast wie ein kollektives Mapping innerer Zustände: sehr persönlich und gleichzeitig überraschend universell.

Wer nach solchen ungewöhnlichen Perspektiven und etwas leichter Unterhaltung sucht, kann sich auch mal hier umschauen:…

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